Warum eigentlich "Uncle Bob"?

So wurde aus "Holger" ein "Bob"

Wer schon in englischsprachigen Ländern unterwegs war, wird mitbekommen haben, dass sich die Einheimischen dort schwer tun, bestimmte Namen unfallfrei auszusprechen. Holger gehört eindeutig in diese Kategorie. Das „H“ ist hierbei die größte Herausforderung.

Ich war bei einem Fußball-Kumpel in Leuterschach zum Grillen eingeladen, als ein Arbeitskollege von ihm, der aus Kanada kam, den halben Abend versuchte, mich korrekt mit meinem Vornamen anzusprechen. Ohne Erfolg. Schließlich warf er mir einen langen Blick zu und meinte: „Your name is way too complicated. I just call you Bob!“.

Seitdem bin ich auf meinen Reisen im englischsprachigen Ausland nur noch „Bob“. Was es für alle Beteilligten leichter macht.

Aber warum dann "Uncle Bob"?

Auf dem Appalachian Trail sprechen sich die Wanderer gegenseitig nur zu Beginn mit ihren Namen an. Im Verlauf der ersten Tage werden dann sogenannte „Trailnamen“ vergeben. So einen Trailnamen kann man sich selbst geben. Aber in der Regel machen dies die Mitwanderer für einen.

Ich muss wohl auf den ersten Zeltplätzen ein bisschen was über meine 6 Neffen und 4 Nichten erzählt haben. Auf jeden Fall hatte ich die Geschichte erzählt, wie aus „Holger“ beim Reisen ein „Bob“ wurde. Und irgendwann kam einer der Wanderkollegen mit dem Trailnamen „Uncle Bob“ daher. Und dabei blieb es. Übrigens auch auf meiner Wanderung durch Europa, die ihr euch hier mal anschauen könnt.